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“Die Belästigung geschah im Zug” Die Erlebnisse einer Pendlerin, 49, im ÖV

Aktualisiert: 12. Mai



"Er setzte sich im fahrenden Zug zu mir. Ich hatte gleich ein komisches Gefühl als er mich gefragt hatte, ob der Platz noch frei sei. Kurz danach bemerkte ich, wie er wiederholt durch seine Hose mit den Händen an seinem Penis spielte, sich räusperte und räkelte. Er hielt stetig Blickkontakt zu mir.






"Kurz danach bemerkte ich, wie er wiederholt durch seine Hose mit den Händen an seinem Penis spielte, sich räusperte und räkelte"

Ich packte meine Sachen zusammen und verbrachte den Rest der Fahrt stehend im Aussenbereich. Dort fiel mir auf, dass er mich immer wieder anschaute und sich dann plötzlich versteckte, als ich beim Aussteigen versuchte ihn zu fotografieren.

Ich wartete in der Passerelle vom Bahnhof SBB als er schliesslich mit dem Lift hoch kam und ihn filmte, wie er zum südlich gelegenen Ausgang lief. Er drehte sich ständig zu mir um und begann dann zu rennen. Ich hielt weiter Ausschau nach ihm und hoffte, jemanden vom Sicherheitsdienst oder der Polizei zu sehen. Gleichzeitig kam mir ein trauriger Gedanke: Ich wüsste gar nicht, was ich ihnen sagen würde… Es ist ja “nichts passiert”.


"Gleichzeitig kam mir ein trauriger Gedanke: Ich wüsste gar nicht, was ich ihnen sagen würde… Es ist ja "nichts passiert'"








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